Landesfestung und Witwensitz Württembergs

Schloss Kirchheim

Luftansicht von Schloss Kirchheim mit Kasematten und Bastion; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende
Im Notfall sicher

Die Kasematten

Die Kasematten gehören zu den Überresten der Landesfestung von Kirchheim unter Teck, eine der sieben ehemaligen Landesfestungen des Herzogtums Württemberg. Sie wurden im 16. Jahrhundert gebaut und boten Schutz vor Angriffen und Platz für die schweren Verteidigungsgeschütze.

Laternenführung durch die Kasematten; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Thomas Kiehl

Kasemattenanlage von Kirchheim unter Teck.

Landesfestung Kirchheim unter Teck

Als eine der sieben württembergischen Landesfestungen diente Kirchheim unter Teck im 16. Jahrhundert der Landesverteidigung und musste deswegen mit entsprechend robusten Festungsanlagen ausgestattet werden. Herzog Ulrich und sein Nachfolger Christoph ließen das Schloss als Zitadelle für den Rückzug ausbauen und die Stadt mit massiven Wassergräben, Bastionen und Wallanlagen ausstatten. Südlich des Schlosses befand sich zudem ein hoher Wall, der „Erdenberg“, als weiterer Schutz vor Angriffen.

SCHUTZ VOR ANGRIFFEN

Der Begriff „Kasematte“ kommt aus dem Französischen. Gemeint sind massive Gewölbe innerhalb von Festungsanlagen, die vor schweren Artillerieangriffen schützen sollten. Die Kasematten waren meist im Inneren von Wällen verborgen und bestanden aus gemauerten Wänden oder Erdhügeln. Ihre hohen Gewölbe und die stabile Bauweise erlaubten zudem die Aufstellung schwerer Geschütze.

Querschnittzeichnung der Stadtmauer, Stadtgraben mit Wasser, Wall und Geländer

Querschnitt der Stadtmauer, Stadtgraben mit Wasser, Wall und Geländer, Zeichnung des bayerischen Fachmanns Georg Stern.

Die Bepflanzung der Kasematten heute; Foto: Katrin Scholder

Der Garten auf den Kasematten.

TERRASSENGARTEN AUF DEN KASEMATTEN

Um einen breiten Wall für die Aufstellung von Kanonen zu erhalten, ließ Herzog Christoph 1555 die Zwingermauer zwischen Schloss und Marstallbastei einwölben. Auf dieser 75 Meter langen Kasemattenanlage wurde im 18. Jahrhundert der Terrassengarten mit Kastanienbäumen, Rankgerüsten und Blumenbeeten angelegt.

TIPP

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen von Schloss Kirchheim unter Teck und besuchen Sie mit der Sonderführung „Unterwegs durch die Kasematten – Abendlicher Laternenrundgang“ die Kasematten und Wehrgänge!

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