Roter Salon in Schloss Kirchheim mit neuer Möblierung aus der Zeit Henriette, museale Einrichtung

Idyllischer Blick in den Garten

Das Gartenzimmer

Wie zu Zeiten der Herzogswitwen geben die Fenster des zweiten Gartenzimmers den Blick in den Terrassengarten frei. Mit Hilfe von Aquarellen aus dem 19. Jahrhundert konnte die ursprüngliche Ausstattung rekonstruiert werden.

Polstermöbel im Gartenzimmer von Schloss Kirchheim

Gemütliche Polstermöbel strahlen Wohnlichkeit aus.

Zwei Gartenzimmer für Franziska

Als Erweiterung ihrer Wohnräume ließ Franziska von Hohenheim auf dem Dach der Kasematten einen hölzernen Anbau mit zwei hintereinander gelegenen Gartenzimmern errichten. Von hier aus hatte sie nicht nur einen schönen Blick in den ebenfalls neu angelegten Terrassengarten, sondern konnte auch hinaustreten und allein oder mit ihrem Gefolge zur Marstallbastei lustwandeln.

Porträt Herzogin Henriettes von 1830

Herzogin Henriette lebte als Witwe 40 Jahre lang in Kirchheim.

Erinnerungen der Hofdame

Auch Henriette von Württemberg genoss die Annehmlichkeiten der Gartenzimmer und entschied sich 1825 zum Umbau der hölzernen Räume. Der Anbau wurde aus Stein gemauert, sodass die Innenräume auch im Winter angenehm genutzt werden konnten. Hofdame Eveline von Massenbach erinnerte sich gerne an „das liebe alte Kirchheimer Schloss mit seinen von Andenken aller Zeiten gefüllten Räumen“.

Sommersalon, Aquarell von Pieter Francis Peters, 1857

Aquarell des Gartenzimmers von 1857: Sommersalon, Aquarell von Pieter Francis Peters.

Der Sommersalon heute

Nach dem Tod der letzten Bewohnerin, Henriette von Württemberg, verkauften die Erben einen Teil der Möbel. Manche Ausstattungsstücke blieben aber auch im Schloss oder wurden vom Kirchheimer Stadtmuseum aufbewahrt. Heute sind acht Räume wieder als fürstliche Wohnung eingerichtet. Die Aquarelle aus dem 19. Jahrhundert waren hierfür besonders richtungsweisend. Sie sind vor Ort in den Schlossräumen als Reproduktionen zu sehen.

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